
Bangkok – Thailands Lebensmittelverarbeitungsindustrie wächst seit Jahren, und Tomatenmark ist dabei eine unverzichtbare Zutat. Das Konzentrat, hergestellt durch Kochen und Reduzieren reifer Tomaten, ist die Basis vieler Saucen, Fertiggerichte, Instantnudeln und Hotelküchen. Da die thailändischen Lebensmittelexporte neue Höchststände erreichen und die regionale Lebensmittelproduktion wächst, steigt auch die Nachfrage nach Tomatenmarkimporten – und Branchenkenner gehen davon aus, dass dieser Trend noch weiter anhalten wird.
Thailands Lebensmittelexporte brechen immer neue Rekorde
Thailand festigte seine Position als globale Lebensmittelmacht im Jahr 2024, als die Lebensmittelexporte einen Rekordwert von 1,6 Billionen Baht erreichten und das Land laut offiziellen Handelsdaten zu den zwölf größten Lebensmittelexporteuren weltweit zählte. Der Lebensmittelverarbeitungssektor trug maßgeblich dazu bei und exportierte verpackte Würzmittel, Konserven und Tiefkühlgerichte in Märkte in Asien, Europa und den USA. Hinter diesem Exportmotor verbirgt sich eine einfache Realität auf der Angebotsseite: Viele Produktionslinien verarbeiteter Lebensmittel sind auf importierte Halbfertigprodukte angewiesen, wobei Tomatenmark zu den am häufigsten verwendeten Zutaten zählt.
Was treibt die Nachfrage an? Tomatenmark
Mehrere sich überschneidende Trends treiben den Konsum an. Die Erholung des internationalen Tourismus hat die Umsätze von Hotels, Restaurants und Cateringbetrieben nahezu auf das Niveau vor der Pandemie gebracht, und Gerichte auf Tomatenbasis sind weiterhin fester Bestandteil westlicher wie asiatischer Speisekarten. Gleichzeitig hat der veränderte Lebensstil die Nachfrage nach Fertiggerichten erhöht – Kochfertigsaucen, Instantnudeln und Tiefkühlgerichte basieren alle auf Tomatenmark. Branchenberichte weisen zudem auf ein solides Wachstum im thailändischen Gewürz- und Saucensegment hin, einem der am schnellsten wachsenden Lebensmittelexportbereiche des Landes.
Auf der Angebotsseite ist die thailändische Tomatenproduktion hauptsächlich auf den Frischmarkt ausgerichtet, wo die Früchte direkt verzehrt werden. Die Verarbeitungskapazitäten sind begrenzt, weshalb die lokalen Hersteller auf importiertes Tomatenmark angewiesen sind – typischerweise in aseptischen Beuteln, Fässern oder Dosen verpackt –, um die Lücke zu schließen. Dieses strukturelle Ungleichgewicht bedeutet, dass die Importnachfrage selbst in Jahren mit guten heimischen Ernten voraussichtlich nicht nachlassen wird.
Südostasien: Ein regionaler Nachfragepool
Thailand ist nicht allein. Lebensmittel- und Getränkehersteller in ganz Südostasien – in Vietnam, Indonesien, den Philippinen und Malaysia – investieren in neue Produktionskapazitäten und schaffen so eine regionale Nachfrage nach verarbeiteten Tomatenprodukten. Auch der Handel innerhalb der Region intensiviert sich: Offizielle Daten zeigen, dass der Agrar- und Lebensmittelhandel zwischen China und den ASEAN-Staaten in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 um 8,9 Prozent gestiegen ist, wobei verarbeitete Lebensmittel zu den am schnellsten wachsenden Kategorien zählen.
Für Importeure hat sich die Auswahl an Lieferanten erweitert. China, der weltweit größte Tomatenproduzent, ist dank großer Verarbeitungsbetriebe in Xinjiang und wettbewerbsfähiger Preise für Standardqualitäten wie Doppelkonzentrat mit 28–30 % Brix zu einem wichtigen Lieferanten von Tomatenmark für südostasiatische Abnehmer geworden. Produzenten in der Türkei, Italien und den USA bedienen das Premiumsegment des Marktes, wo Käufer für Herkunft und Verarbeitungsstandards mehr bezahlen.
Worauf Käufer im Jahr 2026 achten sollten
Branchenbeobachter raten Importeuren, drei Dinge im Auge zu behalten. Erstens, die Witterung: Die Tomatenernte in den wichtigsten Anbaugebieten ist volatiler geworden, und ein knappes weltweites Angebot kann die Preise für Tomatenmark schnell in die Höhe treiben. Zweitens, die Qualitätsvorgaben: Brix-Wert, Farbe, Säuregehalt und Rückstandsgrenzwerte variieren je nach Sorte und Markt, daher sollten Käufer Laborberichte und Zertifizierungen wie beispielsweise [fehlende Angabe] anfordern. HACCP, ISO oder BRC Bevor Sie sich festlegen. Drittens, Verpackung: Aseptische Bag-in-Drum-Verpackungen und lose Verpackungen sind für industrielle Anwender wirtschaftlicher, während Portionsbeutel und Dosen besser für den Einzelhandel und die Gastronomie geeignet sind. Es wird allgemein empfohlen, Bestellungen auf zwei oder drei Lieferanten zu verteilen, um sowohl das Preisrisiko als auch die Lieferzuverlässigkeit zu minimieren.
Ausblick
Da Thailands Lebensmittelexporte weiterhin steigen und die regionale Lebensmittelproduktion expandiert, bleiben die Aussichten für Tomatenmarkimporte positiv. Chinesische Hersteller wie beispielsweise AHCOF, das operiert Tomatenmarkverarbeitung Produktionsstätten und Exporte in Märkte in ganz Asien und Afrika gehören zu den Anbietern, die ihre Präsenz in Südostasien ausbauen. Für Lebensmittelkäufer ist die praktische Schlussfolgerung eindeutig: Tomatenmark ist kein Produkt mehr, das man spontan kauft, sondern eine strategische Zutat, die es wert ist, frühzeitig vor der Hauptsaison eingeplant zu werden.